Expedition in die Extremadura

Eigentlich wollten wir nur schnell im Campingladen noch etwas Zubehör kaufen, aber dann haben wir rein aus Interesse im Geschäft neben an geschaut, was dort so an Neuigkeiten von Wohnwagen und Campervans herumstand. Etwas Neues zu kaufen, war nicht unsere Absicht. Aber dann setzten unsere Überlegungen ein: Mit dem Wohnwagen die ganze Strecke in die Extremadura? 1800 km sind dafür doch etwas zu weit. Also dann nur mit unserem bisherigen kleinen Campervan. Aber dann mit Hund, Photoequipment und Campingzubehör? Wie sollen wir nachts darin schlafen ohne eine Hütte mieten zu müssen? Ergebnis:
wir verließen den Laden mit dem Kaufvertrag für ein größeres Mobil der neuen Generation Kastenwagen und gerade noch rechtzeitig auf die letzte Minute zugelassen sowie hergerichtet vor unserer lange geplanten ersten Tour in die Extremadura Ende Februar 2019.  Berichte über außergewöhnliche Landschaften und Vogelreichtum in der Extremadura hatten uns auf diese Gegend aufmerksam gemacht. 

Mit unserem neuen Gefährt bewältigten wir den Weg quer durch Frankreich über Bordeaux und dann an San Sebastian vorbei  über  Pamplona in drei Tagen. Während das Fahren auf französischen Autobahnen gegenüber deutschen geradezu paradiesisch ist, gibt es in Spanien davon sogar eine Steigerung. Die Autobahnen sind nicht nur noch leerer sondern vor allen Dingen oft auch kostenfrei. Ab der spanischen Grenze bis in die Extremadura hinein bezahlten wir nicht einen Cent Autobahngebühr.

Die Extremadura hat die Größe der Schweiz. Das ist zu groß, um alles in den vier Wochen abzufahren, die uns zur Verfügung standen. Man muss sich Zeit für kleinere Bereiche nehmen - sonst sieht man nichts. Unsere Standortwahl  richtete sich nach den zur Verfügung stehenden Campingplätzen, die in der Region dünn gesät, aber dafür überwiegend ganzjährig geöffnet  sind. Im März ist es schon warm genug, um auf den Plätzen zu stehen und in der Sonne zu sitzen. Wir hatten das Glück, in vier Wochen nur einen einzigen Regentag zu haben. Nachts wurde es zwar noch empfindlich kühl, aber tagsüber wurden angenehme Temperaturen von 16 - 20° erreicht. Im Sommer wird es sehr heiß und trocken - nicht jedermanns Sache.

Vor Ort stellten wir fest, dass es mit Vogel- und Landschaftsaufnahmen nicht einfach ist. Die Landschaft ist geprägt von großen, eingezäunten Farmen. An gute Positionen heranzukommen gestaltete sich schwierig und erforderte viel Herumfahren. Ohne den Ansitz in einer gemieteten Hütte kommt man an viele Arten nicht nahe genug heran. Unsere Aufnahmen entstanden jedoch alle ohne dieses Hilfsmittel!

Die Kilometer summierten sich deshalb - dafür war das Benzin so günstig, dass in Grenznähe sogar die Franzosen über die Grenze kamen, um sich eine Batterie von Kanistern zu füllen.

Impressionen aus der nördlichen Extremedura

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